ASDROAdvanced & Specialized Drone Solutions

High-Tech Geophysics für eine effiziente Vermessung, Inspektion
und fachspezische Bewertung von Oberflächen und Untergründen.

ASDRO gründet aus der WWU Münster

Mit der Unterstützung des Instituts für Geophysik in Münster waren die Anfangsbedingungen von ASDRO denkbar günstig. Gemeinsam können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken.

„Ich freue mich, dass das, was wir hier im Institut für Geophysik machen, mit ASDRO den Weg in die Praxis findet. Das entsprechende Engagement und den Mut, ihre Ideen auf den Markt zu werfen, haben die beiden mitgebracht. Für die Drohnen-Technologie sehe ich einen großen Markt, denn sie bietet eine sehr effiziente Art der Erkundung, z.B. bei der Kampfmittelsondierung. Es gibt darüber hinaus interessante weitere Fragestellungen und Märkte, etwa im Bereich der metallischen Rohstoffe. Das ist ein Zukunftsthema im Kontext der Energiewende. Hier werden der Bedarf und die entsprechenden Aktivitäten zunehmen. Die Drohnen-Technologie versetzt kleine Unternehmen in die Lage, nicht nur bei kleinräumigen Untersuchungen, sondern auch auf diesem internationalen Markt der Exploration aktiv zu werden.“

Statement von Prof. Dr. Michael Becken, Institut für Geophysik

Altmetall im Boden, Kampfmittel oder Leitungen werden üblicherweise mit einem Magnetometer und zu Fuß aufgespürt. „Wir sind selbst noch mit unserer Messsensorik über Stock und Stein gestiefelt“, sagt Julian Wessel. Im Rahmen eines
Forschungsprojektes am Institut für Geophysik der WWU Münster entwickelten er und Alexander Weyer eine Methode, die dieses Verfahren deutlich vereinfacht.
ASDRO steht für „Advanced and Specialized Drone Solutions“. Dabei wird die Sensorik mit einer Drohne kombiniert, so dass mittels Geomagnetik selbst schwer zugängliche Flächen präzise untersucht werden können. Dies macht erst die eigens entwickelte Software möglich. Digitale Luftbilder und Karten werden als weitere Methode für Planungs- und Erschließungsprozesse genutzt.

Der wirtschaftliche Vorteil der ASDRO-Innovation ist offensichtlich. Herkömmliche Methoden machen Erschließungen von Flächen teurer, weil sie langsam sind und Bauvorhaben verzögern können. „Für uns war der Nutzen unserer Forschungsarbeit daher offenkundig“, sagt Alexander Weyer. „Firmen und Behörden brauchen schnellere und genauere Methoden. Wir können sie liefern.“

Dass die beiden Geophysiker zur gleichen Zeit denselben Impuls hatten und Lust, sich mit der Idee selbstständig zu machen, war ein glücklicher Zufall. „Ich hätte vielleicht auch allein gegründet“, sagt Julian Wessel. „Aber Alex ist genau der, den ich mir gesucht hätte, um zu starten.“ Im Februar 2019 ging ASDRO als GbR offiziell an den Start. Die Förderung durch das EXIST-Programm federt die Risiken im ersten Jahr ab. „Wir sind so überzeugt von unserer Idee und haben so sehr darauf gebrannt, damit rauszugehen, dass wir auch ohne das Stipendium gestartet wären“, sagt Alexander Weyer.

Ihren Standort haben die beiden aktuell im Duisburger Startport, wo sie Teil eines Accelerator-Programms sind. „Hier profitieren wir im Co-Working außerdem vom Austausch mit anderen Gründern.“